Das Prinzip der Infrarotheizung

Beim Betrieb einer Infrarotheizung wird die zugeführte Energie erheblich besser genutzt als bei Konvektionsheizungen. Eine herkömmliche Heizung, also Konvektionsheizung, heizt die Umgebungsluft. Wer weiß, dass Luft ein sehr gutes Dämmmittel ist, kann sich vorstellen, wie ineffektiv das ist. Die Gegenstände und die Wände im Raum bleiben noch lange kalt.

Ist die Luft über dem Heizkörper erwärmt, steigt sie nach oben. Dabei nimmt sie gleich den Staub mit. Dann bewegt sie sich zur gegenüber liegenden Wand, kühlt dort ab und sinkt zu Boden - dann beginnt der Kreislauf wieder von neuem. Das alles kann nicht gesund sein. Bei dieser Luftzirkulation wird die Wärme nur gering genutzt. Beim Lüften entweicht die warme Luft auch noch. Zusätzliche Verluste entstehen auf dem Weg vom Wärmeerzeuger (Heizkessel) zu den Heizkörpern. Diese Verluste entfallen bei einer Infrarotheizung - die Heizkörper werden direkt erwärmt.

 


Eine Infrarotheizung braucht keine Luft als Wärmeträger. Es werden durch die Wärmewellen alle Gegenstände im Raum, die Wände, der Boden und die Decke erwärmt. Die Luft bleibt zunächst kühl. Das stört jedoch nicht. Sicher haben Sie schon Bilder aus Wintersportgebieten gesehen, in denen sich die Menschen trotz Frost in der Sonne in Badebekleidung wohlfühlen. Da die Luft vordergründig nicht erwärmt wird, gibt es auch keine Wärmeverluste beim Lüften.





Vortrag von Prof. Claus Meier

Das Prinzip der Strahlungsheizung